Aimée & Jaguar
Aimée & Jaguar
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Freigabe: | Freigegeben ab 12 Jahren |
| Medium: | DVD | |
| Regie: | Max Färberböck | |
| Erschienen am: | 07.08.2000 | |
| Laufzeit: | 121 Minuten | |
| Mit: | Maria Schrader Juliane Köhler Johanna Wokalek |
| Neu: EUR 7,91 inkl. Mwst. zzgl. Versand |
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Aimée & Jaguar
BeschreibungBerlin 1943/44. Unter der Bedrohung von Bombardierung und Verfolgung treffen zwei sehr unterschiedliche Frauen aufeinander. Lilly ist Ende zwanzig, verheiratet, Mutter von vier Kindern und eine Mitläuferin. Bei einem Konzertbesuch lernt Lilly eine junge Frau kennen: Felice, eine Jüdin, die unter falschen Namen für eine Nazizeitung schreibt und eine Widerstandsgruppe mit Informationen versorgt. Ein Zufall führt die beiden wieder zusammen. Lilly wird heftig umworben und spürt gleichzeitig eine starke Anziehung. Mitten im Bombenkrieg entsteht eine leidenschaftliche Liebe. Bis eines Tages im August 1944 die Gestapo in Lillys
Die wahre Geschichte von Aimée und Jaguar, von der Mutterkreuzträgerin Lilly Wust und der zum Leben im Untergrund gezwungenen Jüdin Felice Schragenheim, war eine der unendlich vielen privaten Tragödien der NS-Diktatur, von denen aber nur wenige Jahrzehnte später für so viel Aufsehen gesorgt haben. Die Liebe dieser beiden Frauen setzte sich eben nicht nur über den gegen Juden geschürten Hass hinweg, sie rückt auch noch die weitgehend übergangene Frage nach dem Schicksal lesbischer Frauen im Dritten Reich ins Rampenlicht. Insofern war es selbstverständlich, dass diese bewegende, von der Historie verbürgte Geschichte ihren Weg auf die Leinwand finden würde.
Doch Max Färberböcks ambitionierter und sehr schnell mit einigen wichtigen Preisen (meist für die beiden Hauptdarstellerinnen Juliane Köhler und Maria Schrader) ausgezeichneter Film war alles andere als unumstritten. Für einige Kritiker wurde er zum Paradebeispiel für eine neue Tendenz im deutschen Kino, die aus den Tragödien des Nationalsozialismus und des Krieges große, von Schauwerten bestimmte Unterhaltung macht. Doch dieser Vorwurf verfehlt eigentlich schon vom Ansatz her sein Ziel. Natürlich sucht Max Färberböck nach einer Filmsprache, die sich an den mitreißenden Bildern Hollywoods orientiert und doch den Schrecken dieser Zeit nicht vergisst -- ein schwieriges Unterfangen, das ihm letztlich vielleicht nicht ganz glückt. Gerade in den Momenten des Untergangs, der Bombardierungen Berlins, dieser Götterdämmerung des Dritten Reiches, geht er nicht weit genug und bleibt so hinter Rainer Werner Fassbinders grandiosem Film Lili Marleen zurück. Aber diese Schwächen werden von Färberböcks Ensemble schnell ausgeglichen. Maria Schrader bietet als die leidenschaftlich-sorglose Abenteurerin Felice eine ihrer ergreifendsten Leistungen; Juliane Köhler findet für die biedere Hausfrau und Mitläuferin Lilly genau die richtige Mischung aus Angepasstsein und Aufbegehren; und die Nebendarsteller, zu denen auch Detlev Buck als in seiner Schwächlichkeit gefährlicher Ehemann von Lilly gehört, können ohne Ausnahme genauso überzeugen. --Sascha Westphal
Für alle Cineasten hält die Bonusabteilung der DVD-Version 60 Minuten zusätzliches Material bereit. So wird etwa in einem speziellen Beitrag die Entstehungsgeschichte des Films nacherzählt. Aufgezeichnete Gespräche mit elf Cast- und Crew-Mitgliedern veranschaulichen den künstlerischen Ansatz. Und ein Audio-Interview mit der Protagonistin Maria Schrader zu guter Letzt erläutert ihre Sicht der Dinge. --Harald Kepler
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