VIDEO.EU Video Trailer ansehen DVD kaufen bestellen

Videos kopieren

Kopierschutz von Videos – Rechtliches

Tipp: kopieren von Videos und DVDs ist nicht immer einfach. Nicht selten scheitert der Erfolg an technischen Problemen. Noch dazu ist kopieren ein zeitintensiver Vorgang. Am Ende hat man meist eine simple Silberscheibe ohne schönes Cover und Aufdruck in den Händen – dabei fängt der Film für echte Filmfreunde bereits hiermit an. Es lohnt sich daher, zu prüfen, ob der Kauf eines Originals wirklich in der Summe teurer ist. Im Handel sind Filme oft überraschend günstig zu haben, Videotheken bieten oft gut erhaltene DVDs für wenige Euro an. Nachfragen lohnt sich!

Die DVD konfrontiert Filmfreunde mit einem unbeliebten Begriff: Kopierschutz. Das Kopieren von Videos hat zwei Seiten: eine juristische und eine technische. Stand der (juristischen) Dinge ist: Wer eine DVD legal erworben hat, darf sich davon nach geltendem Urheberrecht Sicherheitskopien für private Zwecke erstellen. Er darf dabei allerdings den Kopierschutz nicht umgehen. Das wäre es dann gewesen. Denn inzwischen haben die meisten DVD eben jenen Kopierschutz. Und nun kommt die Interpretation. Interpretation Eins: Kopieren ist dennoch erlaubt, allerdings darf die Kopie nicht für öffentliche Vorführungen genutzt werden. Das bedeutet, auch wer zu Hause dem Freund oder der Freundin die Kopie vorführt, handelt illegal. Nur wer sich die Kopie alleine in seiner Wohnung anschaut, handelt nach dieser Rechtsinterpretation legal. Interpretation Zwei: Man darf den Kopierschutz, beispielsweise CSS/CPPM (CSS bedeutet Content Scrambling System) nicht knacken. Aber man darf ihn umgehen, insofern man genau das aufzeichnet, was der DVD-Spieler beim Abspielen der DVD zeigt. Und, hier sind wir wieder im Bereich juristischer Feinheiten, es ist dabei egal, ob dieses "Herzeigen" auf einem DVD-Player als Einzelgerät stattfindet oder auf einem PC mittels einer Player-Software.

Technik des Videokopierens

Hier also setzt die legale Möglichkeit an, DVDs zu kopieren. Zuerst einmal lohnt sich ein Blick auf die Rohlinge. Die Angabe "16x" verweist auf die Geschwindigkeit, mit der sich der Rohling beschreiben lässt. Der eigentliche Maßstab wird natürlich vom Brenner und dessen Geschwindigkeit gesetzt. Es kann dazu kommen, dass trotz schnellem Brenner und schnell beschreibbarem Rohling die Brenngeschwindigkeit niedrig und das Ergebnis an sich mangelhaft ist. In diesem Fall liegt es daran, dass der Brenner mit dem Rohling nicht harmoniert oder technischer ausgedrückt: Der Brenner hat keine Schreibstrategie für diesen Rohlingstyp. Normalerweise sollte ein Update von der Seite des Brennerproduzenten das Problem lösen, ansonsten ist nur ein Wechsel der Rohlinge möglich. Es gibt ein Tool als Bestandteil des Multimedia-Programms "Nero" (aktuell ist Nero 8/9), außerdem eine Gratis-Software, mit deren Hilfe man feststellen kann, ob eine Video-DVD kopiergeschützt ist oder nicht. Falls nicht, kann man sich Umwege sowieso sparen.

Kopiergeschützte Videos legal kopieren

Falls die Video-DVD kopiergeschützt ist, bleibt man auf legaler Grundlage, wie oben erwähnt, und nutzt folgendes Prinzip: Man spielt die DVD auf dem PC ab, mit einem Windows Media Player beispielsweise, und zeichnet gleichzeitig mit einem Programm wie "HyperCam" auf. Letztgenanntes Programm kann kostenlos aus dem Internet geladen werden. Es "filmt" quasi Teile des Desktop oder einzelne Fenster. Dazu braucht man einen Rechner mit entsprechender Kapazität und sollte es seinem PC auch einfacher machen, indem alle anderen Anwendungen geschlossen werden. Da, um beim Beispiel "HyperCam" zu bleiben, eine ganze Anzahl von Einstellungen vorzunehmen sind, muss der erste Durchlauf nur als Probe angesehen werden. Hat alles geklappt, kann beispielsweise die Audio- oder die Bildqualität höher eingestellt werden. Sind Daten verloren gegangen, muss die Frame-Rate gesenkt werden. Als weitere Möglichkeit, den Kopierschutz einer Video-DVD "in den Hintergrund zu drängen", wird "Any DVD" angeboten. "Any DVD HD" erlaubt entsprechend den Zugriff auf Blu-ray bzw. HD-DVDs. Diese Software ermöglicht DVD-Kopierprogrammen wie "Intervideo DVDCopy", "Clone DVD" oder "Pinnacle InstantCopy" die Kopierarbeit an der fraglichen DVD. Ist die Datenmenge zu groß, um auf einer DVD Platz zu finden, muss man sie schrumpfen. Eine DVD-Ripper Software wie "Nero Recode" hilft dabei. Der Nutzer kann dazu beitragen, indem er alle überflüssigen Daten wegwirft: Im Extremfall bleibt dann nur noch der Film samt deutscher Tonspur übrig. Alle Untertitel, Sprachoptionen und Extras, dazu der meist lange Nachspann - den sowieso nur eingefleischte Cineasten anschauen - werden gekappt und belegen somit keinen wertvollen Speicherplatz.

Analoge Video-Bänder digitalisieren

Mit "GData Davideo Legal Copy" gibt es die Möglichkeit, den DVD-Player an den PC anzuschließen und auf diesem Weg zur gewünschten Kopie zu kommen, auch wenn ein Kopierschutz vorhanden ist. Videobänder wurden in früheren Zeiten auf dem Umweg über einen Fernseher von einem Videorekorder auf den anderen Videorekorder kopiert. Dazu brauchte man eine Menge Kabel und die passenden Anschlüsse. Einfacher waren Videorekorder mit zwei Laufwerken. Wie kommt heutzutage das VHS-Band auf die DVD? Videorekorder per SCART- oder S-VHS-Kabel an einen Festplatten-DVD-Rekorder anschließen oder Videorekorder per Cinch oder Antennenkabel an den Videoeingang des PC legen.

Veröffentlicht: 29.11.2008