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Videoschnitt

Videoschnitt und Mastering von Videos

Tipp: Moderne hochauflösende HD-Camcorder können in der Regel auch in geringerer Auflösung aufzeichnen – auf Kosten der Bildqualität, zugunsten von Aufnahmedauer und geringerer Dateigröße. Wer nicht weiß, ob er eine Aufnahme nicht irgendwann einmal auf einem hochauflösenden Bildschirm ansehen möchte, greift besser zur höchstmöglichen Aufnahmequalität seiner Videokamera und investiert lieber in eine größere Festplatte zur Auslagerung der Videodateien. Hierbei sollten regelmäßige Datensicherungen vorgenommen werden – ansonsten sind die Erinnerungen von Jahren mit einem Plattencrash verloren.

Videoschnitt sorgt dafür, dass Sequenzen aus Video-Quellen durch Umkopieren und Veränderungen auf einem Zielmedium neu aneinandergereiht werden. So entsteht ein dramaturgisch und inhaltlich verändert gestaltetes Band auf Videobasis oder ein Videofilm als elektronische Variante. Der Videoschnitt ist daher der Prozess der Neukomposition oder Änderung von Video-Segmenten zu einer neuen Art von Video. Die Ziele des Videoschnitts sind die gleichen wie im Filmschnitt: das Entfernung von unerwünschtem Filmmaterial oder das Teilen von Videos, die Isolierung der gewünschten Aufnahmen und die Anordnung der Aufnahmen in der Zeit zu einem neuen Film mit anderer oder verstärkter Aussagekraft.

Linearer Schnitt

Früher übliche Videorecorder waren sehr teuer und der Qualitäts-Verlust nach dem Umkopieren des Videos war so groß, dass man das Videoband nach mehrmaligen Durchläufen kaum noch verwenden konnte. Denn es war ja mit Rasierklingen geschnitten und mit Klebeband versehen worden. Verbesserungen in Qualität und Wirtschaftlichkeit des Videoschnitts führten dann zu einer Verbesserung des bestehenden Bandes, waren aber immer noch sehr zeitaufwendig. Diese Technik wurde linearer Schnitt genannt.

Der Begriff Videoschnitt kann unter Berücksichtigung herkömmlicher und moderner Trends sich beziehen auf:

1. Videoschnitt bei der Arbeit mit Live-Video-Signalen
2. Nicht-linearer Videoschnitt unter Zuhilfenahme von Computern mit Videoschnitt-Software
3. Linearer Videoschnitt unter Benützung eines Videobandes.

Nicht-Linearer Schnitt

Während beim linearen Schnitt die Videosignale von nur einer Quelle auf genau ein Ziel kopiert werden, bringt man beim nichtlinearen Schnitt die kompletten Videodaten zunächst auf einen Datenträger (z. B. auf eine Festplatte). Notwendigerweise trat vor der Einführung digitaler Formate zwangsläufig immer ein mehr oder weniger deutlicher Verlust in der Video-Qualität auf. In der vormodernen Variante konnten die einzelnen Video-Abschnitte nur wie bei einer Kette nacheinander aufkopiert werden. Später konnte man dann im sogenannten Insert-Schnitt auch einzelne Bildsequenzen und Tonabschnitte zielsicherer in einen schon bestehenden Abschnitt hinein schneiden.

Der nichtlineare Schnitt bringt die Signale zunächst auf den Datenträger. Analoge Daten werden damit digitalisiert. Nun können diese digitalen Sequenzen im Prinzip sehr einfach zusammengefügt werden. Man bracht dazu nur sehr leistungsfähige Rechner und viel Geduld. Durch die Digitalisierung des Videos wird zudem der Verlust an Qualität durch das mehrfache Umkopieren vermieden. Das Digitalisieren des Materials bedingt jedoch bei einer aktuellen Berichterstattung wie im Fernsehen einen sehr hohen zusätzlichen zeitlichen Mehraufwand. Deshalb findet man bei neueren Videokameras schon direkt eingebaute Festplattenrecorder, mit denen der Schnitt direkt nach der Aufnahme in der Kamera erfolgen kann. Ergänzend kann noch zusätzlich zur Sicherheit auf ein Band aufgezeichnet werden.

Videoschnitt damals und heute

Moderne nicht-lineare Schnitt-Systeme sind Computer-basierte Systeme. Aber es gab auch eine Übergangszeit, wo analoge Videorecorder beim Schnitt dominierten. Zunächst wird das gesamte Material auf einer Festplatte aufgespielt und damit in einem Computer erfasst. Videobearbeitungs-Software wie Xpress Pro, Avid Media Composer, Apple Final Cut Pro oder Adobe Premiere können nun das aufgenommenen Filmmaterial manipulieren.

Software für Videoschnitt

Für den heimischen Markt gibt es verbraucherfreundliche Produkte wie Adobe Premiere Elements, CyberLink PowerDirector, AVID Express DV, Pinnacle Studio, Ulead VideoStudio und viele weitere kommerzielle und freie Produkte.

HD-Videos schneiden

High Definition Videoschnitt wird immer populärer und kann mit der gleichen Software umgesetzt werden. Clips werden auf einer Zeitlinie mit passenden Musiktiteln hinzugefügt. Effekte können erstellt werden und das Programm rendert dann ein fertiges Video. Das Video kann dann umfassend verteilt werden und man kann hierzu eine Vielzahl an Möglichkeiten nutzen, einschließlich DVD, Web-Streaming, Quicktime, CD-ROM oder DVD sowie ein herkömmliches Videoband.

Veröffentlicht: 29.11.2008