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Videospiele

Videospiele – Computerspiele – Videogames

TIPP: Ihr Computer kann vor lauter Rechenpower kaum laufen, das Blut im Egoshooter spritzt hochaufgelöst und optimal gerendert fast bis auf die Tastatur – trotzdem langweilig? Sie stehen kurz vor
Level X und rennen schon ins Kaufhaus, Lösungsbücher wälzen – keine Luste mehr zu? Dann spielen Sie doch einfach die guten alten Spiele, mit denen man in den 80ern Spaß im Schwimmbad am Automaten hatte und in die man so manche Mark (ja: D-Mark, nicht Euro) versenkte, anstelle Pommes Rot-Weiß davon zu kaufen: "Arcade"-Games wie Xatax oder Phoenix kommen ohne unzählige Tastaturkürzel aus, hier kann man noch nach drei Bier Nachts um zwölf lymbisch Mausballern, ohne dabei wirklich denken zu müssen. Spaß macht\'s trotzdem – vielleicht gerade, weil es so einfach ist...

Videospiele haben sich inzwischen zu einem etablierten Bestandteil der populären Unterhaltungskultur entwickelt. Die Entwickler von Videospielen werden von ernsthaften Stimmen unter die Kategorie der Künstler gezählt. Aus den meisten Kinderzimmern sind Videospiele gar nicht mehr wegzudenken, und auch Erwachsene zeigen wenig Hemmungen, wenn es um den Spielspaß am PC oder mit der Spielekonsole geht.

Historie der Videospiele

Seit den ersten Entwicklungen sind ungefähr ein halbes Jahrhundert vergangen. Wenig verwunderlich, dass die Entwicklung der Rechnertechnik zugleich die Qualität der Videospiele bestimmte. Am Anfang handelte es sich um Experimente im akademischen Bereich. Die notwendige Rechnerkapazität war nur an den Universitäten vorhanden und verbarg sich hinter zimmergroßen Computern, mit enormer Hitzeentwicklung und Lüftungsnotwendigkeit, deren Fähigkeiten im Vergleich zu heutigen Rechnern lächerlich erscheinen. Den Campusbereich verließen die Videospiele in Gestalt schrankartiger Spielgeräte, die gegen Einwurf einer Münze solche enorm spannenden Dinge wie Tennisspiele in Grobgrafik ablieferten. Videospiele im heutigen Sinn hatten ihren Auftritt in den 1970er-Jahren. Zu dieser Zeit fanden zwei Entwicklungen statt, die noch bis heute nachwirken. Es kamen speziell für Videospiele geschaffene Spielekonsolen auf den Markt. Und der Bereich der Videospiele fächerte sich in die verschiedensten Genres auf, deren Einteilung zwar eifrig betrieben wird, aber immer etwas Willkürliches hat. Es entstanden die "Ego-Shooter", die "Adventures", Rollenspiele, Rennsimulationen, Sportspiele und so weiter und so fort.

Die Gegenwart der Videospiele

Wer sich heute vor die Regale der einschlägigen Geschäfte stellt, hat das Vergnügen der Wahl und kann sicher sein, dass er ein Videospiel finden wird, welches im zusagt. Man hat sich Gedanken darüber gemacht, ob der Begriff des Videospiels identisch mit dem des Computerspiels zu gebrauchen ist oder ob es sich um verschiedene Bereiche handelt. Tatsache ist, dass inzwischen viele Spiele sowohl für die Konsolen als auch für den PC angeboten werden. Dies wird allein schon durch die ökonomische Vernunft auf Seiten der Hersteller und durch die Absatzchancen auf dem Spielemarkt bestimmt. Selbst wenn darauf hingewiesen wird, dass die Nutzer von Spielekonsolen jünger sind und entsprechend die dafür geschaffenen Spiele schneller, mit mehr Aktion geladen und unter Umständen gewalttätiger sind, lassen sich ebenso leicht Entsprechungen auf dem PC-Sektor finden.

Big Player: Videokonsolenhersteller

Derzeit wird der Markt der Spielekonsolen von drei Herstellern unter sich aufgeteilt: Nintendo mit der Wii, Sony mit der Playstation 3 und Microsoft mit der Xbox 360. Der Controller der Wii, mit dem durch Infrarot- und Bewegungssensoren Position und Bewegungen des Spielers registriert werden können, erweckte die Aufmerksamkeit früher wenig interessierter Käuferschichten. Waren Videospieler bisher vorzugsweise zum Sitzen verdammt, während sie virtuell durch den Dschungel rannten oder sich in atemberaubende Kämpfe mit Monstern verwickelt sahen, kann die Konsole nun zum regelrechten Fitnessgerät werden.

Die erfolgreichsten Videospiele

Werfen wir einen Blick auf die erfolgreichsten Videospiele: "Super Mario" führt die Liste vor "Pokémon." Es folgt mit großem Abstand "Final Fantasy", dann "Grand Theft Auto", "Madden NFL", "Die Sims" und "The Legend of Zelda". Hier hat man so ziemlich alles zusammen, was im Bereich der Videospiele Spaß macht. Action, Krawall, Schwertkampf, Phantasie, Schießereien, der Aufbau einer eigenen Welt. Man kann per Videospiel versuchen, den dampfgetriebenen Orientexpress unter winterlichen Bedingungen in Fahrt zu bringen, man kann einen Öltanker in den Hafen lotsen, eine mittelalterliche Kultur entwickeln, die Schlacht von Waterloo nachspielen und und und. Inzwischen ist die Grafik von derartiger Qualität - entsprechend ausgerüsteter Rechner oder Konsole vorausgesetzt -, dass man in die virtuellen Welten regelrecht eintauchen kann.

Videospiele – Crossover der Genres

Die Unterhaltungskultur kennt weniger Hemmungen vor Grenzüberschreitungen als die sogenannte "Hochkultur". "Tomb Raider" ist ein Beispiel dafür, wie ein Videospiel zum Kinohit werden kann. In der Gegenrichtung machte sich "James Bond" auf: von der Leinwand in die Welt der Videospiele. Und wie es den Roman zum Film gibt, gibt es inzwischen den Roman - und den Comic - zum Videospiel. Waren bisher Videospieler eher einsame Gestalten, die sich in geradezu autistischer Weise in ihre Spielwelt vertieften, hat das Internet hier eine neue Entwicklung hervorgebracht. Zwar gab es schon vorher den Mehrspieler-Modus. Inzwischen aber tummeln sich im Internet regelrechte Massen in den virtuellen Welten von "World of Warcraft" oder "Second Life", um nur zwei der bekanntesten und sehr gegensätzlichen Spiele zu nennen. Online-Spiele sind sicherlich auch der Zukunftstrend.