Videozubehör für bessere Videofilme
Videozubehör ist das, was Theodor Fontane "ein weites Feld" nannte. Prinzipiell kann jeder Kunde, der mit einer neu erstandenen Videokamera das Geschäft verlässt, davon ausgehen, dass er kein Zubehör braucht, um die Kamera zu nutzen. Videozubehör wird unter zwei Aspekten interessant: Das Können, die Erfahrung und mithin die Ansprüche an die Kamera steigen und verlangen nach einer Erweiterung der Ausstattung. Oder aber der Käufer hat schon Erfahrung, verfügt über ausreichende technische Kenntnisse und besitzt zusätzlich noch sehr genaue Vorstellungen von dem, was er filmen will, so dass er auf die Zusammenstellung einzelner Komponenten setzt.
Sehr empfehlenswertes Videozubehör
Zu den simpleren Zubehörteilen gehören beispielsweise Handschlaufen, die mehr Sicherheit bei der Bedienung eines Camcorders bieten. Wer auf Qualität seiner Videoaufnahmen achtet oder wer mit einem Zoom arbeitet, wird kaum auf ein Stativ verzichten können. Bei leichteren Kameras ist die Gefahr des Verwackelns naturgemäß größer, schon bei zehnfachem optischem Zoom ist die Grenze der annehmbaren Qualität erreicht oder oft sogar überschritten. Zwar haben die Kameras elektronische oder optische Bildstabilisatoren. Es sollte aber zu denken geben, dass im professionellen Bereich auf diese Techniken verzichtet und statt dessen gänzlich auf die Unterstützung durch ein Stativ gesetzt wird. Stative gibt es als Brust- bzw. Schulterstativ, als Einbein- und als Dreibeinstativ.
Videozubehör für ambitionierte Filmer
Für besondere Aufnahmesituationen finden sich zudem Tischstative. Mit Hilfe eines "Videoneigers" kann die Kameraposition auf dem (Dreibein)-Stativ fixiert und den Erfordernissen und Wünschen angepasst werden. Unter diesen Bedingungen hört der Camcorder allerdings schon auf, das kleine Aufnahmegerät für die Hosentasche zu sein und verlangt nach längerer Vorbereitung einer Aufnahme. Wer sich die Mühe macht, sei es bei Sportveranstaltungen oder privaten Feiern, wird mit entsprechend besserer Aufnahmequalität belohnt. Bessere Qualität ist auch das Stichwort, wenn es um Tonaufnahmen geht. Die meisten Camcorder haben integrierte Mikrofone - und von deren Fähigkeiten sollte man sich tunlichst vor der Entscheidung für eine bestimmte Kamera überzeugen. Allerdings gibt es bei vielen Kameras auch einen Zubehörschuh. Dieser dient der Aufnahme des Videozubehörs, konkret geht es in den meisten Fällen um ein externes Mikrofon oder eine Videoleuchte. Wer also größere Ansprüche an die Tonaufnahmen seiner Videofilme stellt, kann sich mit einem zusätzlichen Mikrofon ausrüsten. Eingebaute LED-Leuchten sind bei verschiedenen Kameramodellen zu finden, zudem verspricht ein "Nachtmodus" in vielen Fällen die Möglichkeit, bei Dunkelheit zu filmen. Die Ergebnisse sind eher bescheiden. Für höhere Ansprüche muss also auf eine zusätzliche Videoleuchte zurückgegriffen werden. Auswechselbare Objektive finden sich nur bei Camcordern der höheren Preisklassen. Dennoch lohnt es sich, auch bei billigeren Videokameras darauf zu achten, dass am Objektiv ein Filtergewinde vorhanden ist. Ein häufig geäußerter Kritikpunkt ist die geringe Brennweite im Weitwinkelbereich. Dem kann durch ein Vorsatzobjektiv abgeholfen werden - aber nur, wenn die Befestigungsmöglichkeit vorhanden ist! Camcorder lassen sich per Fernbedienung in Betrieb nehmen, auch eine solche Fernbedienung gehört zum Videozubehör, das sich an ambitionierte Kamerafreunde wendet.
Professionelles Videozubehör
Grundsätzlich lohnt sich ein Blick auf professionelle Aufnahmegeräte. Diese Videokameras haben weit weniger technische Funktionen, sind also in gewisser Hinsicht simpler als Camcorder aus dem sogenannten "Consumer-Bereich". Aber - das was sie können, können sie perfekt. Und wenn das nicht ausreicht, wird auf externes Zubehör von ebenfalls bester Qualität zurückgegriffen.
Empfehlung Videozubehör
Fazit: Es lohnt sich, auch wenn dieser Hinweis nicht besonders originell sein mag, ein wenig in die Zukunft zu planen, bevor die Entscheidung für einen bestimmten Camcorder fällt. Ist ausgeschlossen, dass die Ambitionen und mit ihnen die Ansprüche wachsen, dann ist eine entsprechend gut ausgestattete Kamera mit einer Reihe automatisierter Hilfsfunktionen die beste Wahl. In diesem Fall darf es durchaus auch ein preiswerteres Modell sein. Soll die Videokamera aber zu einem Werkzeug eines ernsthaft betriebenen Steckenpferds werden, sind manuelle Einstellmöglichkeiten vorzuziehen. Und hier sind Knöpfe und Tasten wesentlich bedienerfreundlicher als der Zwang, sich durch ein Menue auf dem Bildschirm zu wühlen. Ein Zubehörschuh und Anschlüsse für ein externes Mikrofon, einen Kopfhörer, eine Videoleuchte oder eine Fernbedienung sollten dann auf jeden Fall vorhanden sein, um dem Nutzer für die Zukunft alle Optionen offenzuhalten.
Veröffentlicht: 29.11.2008